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Thorsten Nau

Über Thorsten72
Bereits als Jugendlicher hatte ich große Freude an der Aquaristik. Zunächst nur im Süsswasserbereich. Anfang 2018 hat mich dann das Fieber gepackt und ich startete mein erstes Meerwasser-Aquarium mit dem "Blenny" von Aqua-Medic. Meine Begeisterung stieg ständig an, so dass ich mit diesem relativ kleinen Aquarium schnell an die Grenzen gestoßen bin. Im August 2018 wechselte ich dann zum "Armatus 250" ebenfalls von Aqua-Medic. Wohnraumbedingt konnte ich mir zu diesem Zeitpunkt leider kein größeres Becken zulegen. Sofern sich meine Wohnsituation in naher Zukunft ändern sollte, liebäugle ich bereits jetzt einen Raumteiler in der Größe und Art des "Peninsula" von Red Sea.
Die Meerwasser-Aquaristik macht mir total Freude. Jeden Abend beobachte ich stundenlang das Treiben und Leben. Die einzelnen Charakteren sowie Verhaltensweisen der Fische und anderen Meeresbewohner, das Wachstum und Blühen der Korallen und Anemonen und das Zusammenspiel mit all den unterschiedlichsten Lebensformen/-arten finde ich sehr interessant. Mit der Zeit sehe und spüre ich, wie sich das Leben im Aquarium entwickelt und immer mehr miteinander harmoniert. Es ist faszinierend.

Die letzten Beiträge von Thorsten72

Diskussionen

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Haltungserfahrungen

Amphiprion ocellaris thumbnail

Thorsten72 @ Amphiprion ocellaris am 18.01.20

Mir liegt es am Herzen, meine Freude über meine Clownis mit euch zu teilen. Seit zwei Jahren gehöre ich dem MW-Fieber an. Wie viele von uns, so hatte auch ich den Wunsch nach einem Clownfisch-Pärchen. Entgegen fachgerechter Meinungen hielte ich dieses Pärchen zunächst ohne eine passende Anemone. Heute sehe ich meinen Fehler ein und ich muss mich für meine damalige beratungsresistente Sturheit schämen. Zurückblickend hatten meine Clownis in der Zeit ohne Anemone nur ein dristes Dasein. Täglich waren die beiden vergeblich auf der Suche nach irgend etwas und nachts schliefen sie unruhig senkrecht in einer Ecke. Dies alles wurde mir erst bewußt, nachdem ich vor ungefähr einem halben Jahr eine Blasenanemone ins Becken gesetzt habe. Es hat noch keine 10 Sekunden gedauert und meine Clownis waren wie ausgewechselt. Sie schwammen in die Anemone, erkundeten diese und dann durfte ich etwas erleben, was mir tränen in den Augen hervor rief. Soviel Euphorie von einem Fisch kannte ich nicht. Meine Clownis kuschelten, kuschelten und kuschelten. Das Männchen bezirzte das Weibchen mit Zitterbewegungen und die beiden schwammen unaufhörlich um und durch die Anemone. Seitdem blühen die beiden richtig auf. Ihre Anemone ist ihr Heiligtum. Und wenn die beiden Nachts in der Anemone schlafen, so ist dieser Anblick kaum in Worte zu fassen. Warum ich das alles schreibe? Clownis und Anemone gehören immer zusammen! Meinen anfänglichen Fehler bereue ich und hoffe, dass ich durch meinen Erfahrungsbericht anderen damit helfen kann.

Centropyge acanthops thumbnail

Thorsten72 @ Centropyge acanthops am 04.03.19

Die im Netz sowie in Fachbücher beschriebenen Haltungsbedingungen und Verhaltensweisen triften bei dieser Artengattung tlw. stark voneinander ab. Manche geben ein Beckenvolumen ab 400l und manche ab 200l vor. Hier bei MW-Lexikon ist sogar von 500l die Rede. Manche bejahen ein Gesellschaftsbecken und manche verneinen dies. Manche berichten von erhöhten Aggressionspotenzial und manche leugnen diesen Charakterzug. Mit den doch sehr unterschiedlichen Aussagen setzte ich mich vor dem Kauf auseinander. Je nach dem verunsicherte oder bekräftigte dies meinen Kaufentschluss. Im nach hinein bin ich froh, dass ich mich für einen Erwerb entschieden habe. Auf anraten, habe ich das Pärchen allerdings erst ganz zum Schluss meiner Anschaffungswunschliste ins AQ eingesetzt. Die beiden runden nunmehr seit 6 Wochen mein Becken ab. Ich muss zugeben, dass mein 200l-Becken hart an der Grenze liegt, aber durch meinen locker gestalteten Riffbau mit den vielen Nischen, Höhlen, Tunneln, Durchgängen, Spalten und Überhängen habe ich jedoch den Eindruck, dass die beiden Kaiser im Einklang mit allen Beckenbewohnern sich wohl fühlen; zumal diese kleinbleibende Art auch nicht zu den Freischwimmern gehören. Bei den doch sehr unterschiedlichen Aussagen zum Beckenvolumen vermute ich, dass diese Vorgaben auch nur allg. Richtwerte darstellen. Sofern die Beckeneinrichtung mit entsprechendem Riffaufbau, die Zusammenstellung der Beckenbewohnern sowie auch die technische Hardware aufeinander abgestimmt ist, kann meines Erachtens von diesen Richtwerten abgewichen werden.
Meine beiden Zwergkaiser schwimmen tagsüber permanent am und durch das Riff. Dabei zupfen sie gerne die Steine nach Algen und Kleinstlebewesen ab. An Korallen vergreifen sie sich nicht. Die beiden sind sehr vital und lebhaft. Haben eine hohe Reaktionsfähigkeit, sind sehr flink, wendig und schnell. Mal schwimmen sie zusammen, mal getrennt und manchmal wird das Weibchen vom Männchen auch gejagt. Auf mich wirkt das aber eher wie Spass, Eroberungsgehabe oder Zuneigung anstatt einem Aggressionsabbau. Gegen Abend, in der Blaulichtphase, tanzen die beiden miteinander. Dabei wird das Weibchen zärtlich vom Männchen umschwärmt. In der Nacht hat jeder, so wie alle Beckenbewohner, einen geschützten Schlafplatz.
Gegenüber den anderen Beckenbewohnern kann ich kein auffälliges Aggressionsverhalten feststellen. Hin und wieder werden die anderen Beckenbewohner etwas bedrängt. Das sieht dann so aus, dass die beiden Zwergkaiser an die anderen heran schwimmen und diese mit ihrer Körperseite wegdrängen. Zu Berührungen kommt es jedoch nicht. Mag sein, dass die anderen Bewohner dieses anschwimmen nicht so toll finden; Gegenwehr oder aggressive Reaktionen konnte ich bisweilen jedoch nicht beobachten. Manchmal habe ich den Eindruck, dass meine Zwergkaiser die Nähe der anderen auch nur suchen um sich zu zeigen….ganz nach dem Motto „wer ist der/die schönste im ganzen Becken“. Bis auf meinem Blenny bleiben die allerdings davon unbeeindruckt und schwimmen gelassen ihre Bahnen weiter. Mein Blenny hält diesem Schönheitswettbewerb jedoch entgegen. Dabei schwebt er Sekundenlang im Wasser Seite an Seite mit den Zwergkaiser. Vielleicht eine Art Battle oder Machtgehabe. Was immer das alles auch zu bedeuten hat, es gehört aus meiner Sicht zu einem normalen Leben und Treiben am Riff bzw. in einem Gesellschaftsbecken. Die Anschaffung meiner Zwergkaiser bereue ich nicht. Die beiden schenken mir viel Freude und sind wahrlich eine Bereicherung für mein Becken. Vielleicht habe ich auch nur Glück, ein besonders friedfertiges Paar erwischt zu haben.

"Was ist das?"

keine